Habermas: Können wir noch miteinander reden?
Können wir noch miteinander reden – oder haben wir längst verlernt, einander wirklich zuzuhören?
In dieser Folge sprechen wir über Jürgen Habermas, einen der einflussreichsten Philosophen unserer Zeit. Kaum jemand hat so eindringlich beschrieben, dass moderne Gesellschaften davon leben, dass Menschen einander Gründe geben, Argumente austauschen – und bereit sind, sich infrage stellen zu lassen.
Doch genau das scheint heute immer schwieriger zu werden. Öffentliche Debatten verhärten sich, Positionen radikalisieren sich, und oft geht es weniger um Verständigung als darum, recht zu behalten.
Was heisst das für die Demokratie? Und was bedeutet das für Religion?
Habermas hat nie gefordert, dass Glaube verschwindet. Im Gegenteil: Religiöse Traditionen können wichtige moralische Intuitionen in die Gesellschaft einbringen. Gleichzeitig stehen sie vor der Herausforderung, ihre Überzeugungen in einer pluralistischen Öffentlichkeit zur Sprache zu bringen – ohne sich selbst zu verlieren.
Wir sprechen über die Spannung zwischen Glaube und Wissen, über die Idee der „Übersetzung“ religiöser Sprache – und darüber, ob es vielleicht auch andere Wege gibt, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Eine Folge über Wahrheit, Streit und die Frage, ob Verständigung heute noch möglich ist.
Hier findet ihr Stephans Blogbeitrag zu Jürgen Habermas: Jürgen Habermas - Die Moderne als Aufgabe
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