Ist die Liebe zwischen Frau und Mann am Ende?
Immer mehr Frauen zweifeln nicht nur an einzelnen Männern, sondern an heterosexuellen Beziehungen überhaupt. Der sogenannte Heterofatalismus bringt Erfahrungen von Ungleichheit, Enttäuschung und emotionaler Mehrarbeit auf einen Begriff. Aber hilft dieser Fatalismus dabei, die Verhältnisse zu verändern, die ihn hervorgebracht haben? Oder erklärt er Männer und Frauen endgültig füreinander verloren?
Wir fragen, wo die Verantwortung für diese Beziehungskrise liegt – und welche Rolle das Christentum dabei spielt. Ist es mit seinen Geschlechterbildern und seiner Sexualmoral Teil des Problems? Oder verfügt es mit Vorstellungen wie Gleichheit und einem unverdienten Vertrauensvorschuss auch über Ressourcen, die Beziehungen verändern können? Dabei nehmen wir besonders Kirchen und Theologien in die Pflicht: Wo haben sie Ungleichheit legitimiert, Verletzungen religiös überhöht und Frauen zum Aushalten ermahnt? Und was müssten sie heute anders erzählen?
Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir über sexualisierte Gewalt, Missbrauch, Vergewaltigung und Suizid. Bitte entscheidet selbst, ob ihr die Folge gerade hören möchtet.
Die erwähnten Blogbeiträge zum «Heterofatalismus» sind parallel bei RefLab und im Blog der EKS (Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz) erschienen:
- Manuel Schmid: Liebe in Trümmern.
- Stefanie Fischer-Lüthi: Frauen schulden Männern kein Vertrauen.
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