Heilige Macht? Wenn der Glaube politisch missbraucht wird.
Manuel Schmid und Stephan Jütte sprechen über rechtspopulistische Tendenzen innerhalb des Christentums und christlicher Kirchen. Im Zentrum steht die Frage, wo christlicher Glaube politisch missbraucht wird: wenn er zur kulturellen Abgrenzung dient, nationale Identität sakral aufgeladen wird oder Machtansprüche religiös legitimiert werden.
Die beiden fragen danach, wo Grenzen liegen, die Christinnen und Christen nicht mehr mitgehen können, wo klarer Widerspruch nötig ist und wo umgekehrt vielleicht auch eine gewisse Hysterie entsteht, die mehr unterstellt als tatsächlich zu beobachten ist. Wie gross ist der reale Einfluss solcher Strömungen? Und wie lässt sich zwischen legitimer politischer Verantwortung von Kirche und problematischer religiöser Vereinnahmung unterscheiden?
In der Folge geht es ausserdem um die politische Kraft christlicher Hoffnung: Was kann der Glaube für Gesellschaft und Politik tatsächlich bedeuten, ohne selbst ideologisch zu werden? Und was ist in diesem Spannungsfeld die Aufgabe der Kirche?
Nebenbei erfahrt ihr auch, warum Manuel übers Wochenende eine Nacht fast durchgearbeitet hat – und warum Stephan vom anbrechenden Frühling ganz verzaubert ist…
Zur Folge passen auch folgende weiterführende Hinweise:
- Aufzählungs-Text Stephan Jütte hat auf dem EKS-Blog einen Beitrag zum Thema «Warum Kirche politisch spricht» veröffentlicht.
- Die Frage nach den Einflüssen des Gottesbildes gläubiger Menschen auf ihre politischen Neigungen haben Manuel und Stephan in dieser Folge von «Ausgeglaubt» diskutiert.
- Über rechtspolitische Tendenzen im Katholizismus spricht Johann Hinrich Claussen in einer aktuellen Folge des Podcasts «Draussen mit Claussen» mit dem Pater Klaus Mertes.
- Und in der neuen Folge des Podcasts «Reflex» von Michel Graf-Kaiser sprechen Manuel und Stephan über den Radikalismus christlichen Glaubens.
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