00:00:04:
00:00:18: Hallo, schön dass ihr dabei seid bei Ausglaubt.
00:00:23: Wir haben heute ein ganz spannendes Thema vor uns.
00:00:26: es geht um Gespräche mit KI.
00:00:29: wer hört mich
00:00:30: wirklich?
00:00:31: Manu und ich werden uns mal ein bisschen drüber unterhalten, wie das eigentlich ist.
00:00:36: Sein Leben, seinen Alltag mit KI vor allem mit Large Language Models zu verbringen.
00:00:44: Hallo, Manu!
00:00:45: Hallo
00:00:45: Stefan!
00:00:46: Manu arbeitet dazu im Moment gerade so aus einer ethischen Perspektive – ich eher aus einer Anwenderperspektive.
00:00:54: aber beide machen wir uns natürlich immer Gedanken darüber was das eigentlich bedeutet für sowas wie Gottesbegriffe, Menschenbild und die Art wie wir arbeiten und denken und wie wir uns in der Welt orientieren.
00:01:07: Dazu wollen wir beim Thema der Woche miteinander ins Gespräch kommen.
00:01:13: Ich weiß, du bist ein bisschen unter Spannung.
00:01:15: Wir haben noch genau siebzig Minuten Zeit.
00:01:17: Dann hast Du Dein Probezeitgespräch!
00:01:19: Bist Du aufgeregt?
00:01:21: Nein eigentlich nicht.
00:01:22: Ich freu mich.
00:01:23: ich glaube...ich habe nichts zu befürchten und hab jetzt auch nicht vor diese Anstellung vorzeitig zu beenden.
00:01:33: von daher macht mich bereite mich auf den Long Run vor.
00:01:38: Gut, sehr gut!
00:01:39: Das freut mich auch zu hören.
00:01:41: Hey aber bevor wir jetzt einsteigen müssen wir unbedingt Glückwünsche loswerten.
00:01:46: Wir nehmen heute am Montagmorgen auf und gestern hatte er einen ganz toller Typ Geburtstag, nämlich Rudy Josuran.
00:01:54: Wir wissen dass er ein treuer Hörer ist Und liebe Rudi, ganz herzliche Glückwünsche zu deinem Geburtstag.
00:02:02: Wir wünschen dir ein wunderbares neues Lebensjahr und Pürti Gott!
00:02:07: Ja uns sind gespannt was es von dir noch alles zu hören und zu sehen gibt aus dem sehr aktiven Ruhestand.
00:02:16: wir können allerdings jetzt nicht versprechen dass wir alle Hörerinnen an ihrem Geburtstag grüßen sonst Sonst wären die Folgen noch länger als sie ohnehin schon sind.
00:02:27: Ja, aber
00:02:28: wir haben ihn letzte Woche getroffen und deswegen ist es mir dann wirklich hängen geblieben, dass das bei Facebook aufgepoppt
00:02:35: ist.
00:02:37: Wir kommen zu unseren Einstiegskategorien.
00:02:44: Ein Halleluja mitgebracht und gedacht, man muss ja nicht sich unnötigerweise ein Stoßgebät abbringen wenn es viel zu Freuen gibt.
00:02:52: Genau!
00:02:53: Also einen Stoßengebät hätte ich tatsächlich nicht gehabt.
00:02:56: Ich hätte eigentlich ein anderes Hallelujar gehabt als das was ich jetzt bringe.
00:03:05: Yo
00:03:06: war wirklich so.
00:03:07: Manu und ich haben kurze Podcastvorbesprechung auf unserem kleinen Balkon im zweiten Stock gehabt.
00:03:15: Platsch und zwar so eine richtige Kuhfladen, große weiße Soße landet vor meinen Füßen.
00:03:23: Aber wirklich vor meinen füßen.
00:03:25: und da habe ich gedacht das ist echt ein gutes Zeichen!
00:03:28: Das wird einen ganz fantastischen Tag, eine riesen Woche.
00:03:31: wenn dieser wirklich gigantische Vogelschiss mich getroffen hätte dann wäre es ein ganz anderer Tag vielleicht eine ganz andere Woche geworden.
00:03:40: aber so weiss ich Ich bin auf der glücklichen, auf der Sunnyside.
00:03:45: Das ist jetzt
00:03:46: wirklich ... das war ein Wink des Schicksals quasi!
00:03:53: Also da ist richtig Substanz runtergekommen ich hör es klatschen und am Boden alles weiß.
00:04:00: eine Möwe hat gezielt abgedrückt und leicht verfehlt.
00:04:05: Und man stellt
00:04:06: sich so vor weißt du dass das selber in den Nacken spiel?
00:04:11: Ja, das wäre jetzt eigentlich Grund nochmal nach Hause.
00:04:14: Sich hinlegen und einfach noch mal anfangen ist.
00:04:17: Noch einmal versuchen!
00:04:19: Aber so halt nicht?
00:04:19: So weiß man ja es wird alles gut heute.
00:04:23: Kann uns nichts mehr passieren.
00:04:24: Und
00:04:25: da sage ich aus vollem Herzen Halleluja.
00:04:27: Ja sehr schön, sehr schön.
00:04:29: Ich schließe an mit einem Hallelujah... sogar ich hätte mehrere Gründe Halleluja auszurufen oder mich zu freuen.
00:04:38: Es war ein gutes Wochenende, ich bin wieder mal dazugekommen nach langer Zeit einen Buch wenigstens fast ganz zu lesen und habe aber besonders Freude gehabt an unserer Tochter.
00:04:49: die war am Samstag den ganzen Tag in Biel an der Schweiz Schweizer nationalen Meisterschaft School Dance Award heißt das.
00:05:00: Da
00:05:00: war ich letztes Jahr!
00:05:01: Echt jetzt?
00:05:03: Ach witzig, und sie hat also mit der Formation in der Sie da getanzt hat, hat sie den ersten Platz geholt.
00:05:09: Wow!
00:05:10: Und da war ich doch sehr stolz und habe mich wahnsinnig gefreut... Also
00:05:15: ich kann so vom letzten Jahr wo ich dabei war sagen es ist so, es treten da glaube ich zwölf Teams auf in der Kategorie.
00:05:24: Ja,
00:05:25: jetzt mal nicht wütend werden liebe Eltern aber es ist nicht mega schwierig Platz zehn zu schaffen.
00:05:32: Das kriegt man hin!
00:05:33: Aber so die besten vier sind wirklich alle saugut.
00:05:38: und also wenn sie da gewonnen haben dann herzliche Gratulation das ist wirklich top Niveau.
00:05:44: Also ich muss sagen als ich die anderen Gruppen gesehen habe bei einigen hab ich gedacht oh mein Die sind echt, die sind saugut und so.
00:05:54: Und hab dann schon fast ein bisschen Mitleid gehabt mit meiner Tochter und ihrer Formation weil ich gedacht habe ja gut das kann man nicht toppen.
00:06:03: und als ich dann gesehen hab wie die da abgegangen sind da eben da war ich wirklich sehr stolz und hab gedacht dass ist doch eine schöne Freizeit
00:06:12: drin.
00:06:12: Warst du in der Halle drin oder hast du es per Livestream
00:06:14: geguckt?
00:06:15: Nein ich hab mir live streamen geguckt.
00:06:17: Das war eine gute Entscheidung weil in der halle drin also dieser moderat Der Moderator, der macht das super.
00:06:22: Und
00:06:22: er ist so
00:06:23: laut!
00:06:23: Wahnsinn.
00:06:25: Du hast danach echt einen kleinen Gehörscher?
00:06:27: Ja ja und ich habe das schon alleine bei dem was ich mitverfolgt hab... ...der Moderator ist in einer Art und Weise übermotiviert.
00:06:34: Er macht das sehr gut aber das ist quasi der Versuch über vier Stunden den Energiepegel hochzuhalten.
00:06:40: da bist du komplett erschöpft nur vom Zuhören.
00:06:44: Das war's mit Wochenendrücken.
00:06:47: Aber du musst doch sagen welches Buch du gelesen hast.
00:06:50: Ja, von Hartmut Rosa.
00:06:51: Das neue so ein Essay eigentlich Situation und Konstellation heißt das.
00:06:57: Und ich fand es auch einfach sensationell zu lesen, super spannend und richtig Wirklichkeitserschliessend.
00:07:04: Von daher hat das auch richtig Spaß gemacht!
00:07:07: Ja schön gut manu Marc Hartmut-Rosa.
00:07:11: wir
00:07:11: kommen zum Thema der Woche.
00:07:18: Gespräche mit KI.
00:07:20: wer hört mich?
00:07:22: Wirklich Stefan, du hast das Thema vorgeschlagen und es treibt das ja auch schon eine Weile um.
00:07:28: Wir haben auch bei Ausglaubt und anderen Orten schon über KI gesprochen.
00:07:34: Das ist in aller Munde!
00:07:38: Reicht auch in alle möglichen Bereiche hinein von der Anwendung über die Ethik, über die Anthropologie.
00:07:45: Die Frage was denn da Mensch noch ist wenn die KI uns alle Fähigkeiten quasi wegnimmt oder uns überholt bis hin zu theologischen Fragen?
00:07:57: Was ist mit der KI wenn sie langsam Gottes Attribute annimmt und allmächtig und allwissend wird?
00:08:04: du hast heute vorgeschlagen ein bisschen eine andere Spur zu fahren eigentlich aus der, aus dem Alltagserleben heraus.
00:08:14: Ja und zwar aus demAlltagserleben ganz vieler Menschen weil das war ja sehr beeindruckend diese Studie zur Verwendung von KI in Bezug auf twenty-fünfundzwanzig also letztes Jahr es gezeigt hat.
00:08:27: der häufigste Einsatz von KI ist dazu da eine Gesprächspartnerin, ein Gesprächspartner zu haben.
00:08:34: Also Menschen wollen konkrete Sorgen, Probleme, Lebensfragen die sie haben mit ihrem Large Language Model also vor allem ist es dann JetGBT besprechen?
00:08:46: Ja und ich meine das reizvolle daran ist ja dass man das auf den ganzen Mobile Devices und so auch wirklich audio mäßig machen kann.
00:08:55: Man muss das nicht alles über Text sondern kann tatsächlich Wenn man fragt etwas und dann kommt die Stimme zurück, und man kann in eine echte Konversation eintreten.
00:09:07: Und es machen sehr viele Leute auch in den jüngeren Generationen.
00:09:14: Das ist eigentlich schon fast ein bisschen ein anderes ... Ein anderes Lebensgefühl.
00:09:19: so, wie man früher gesagt hat bist du noch mit oder ohne Smartphone aufgewachsen.
00:09:26: Du bist die Generation, die ohne Handy die Jugend verbracht hat.
00:09:30: Das ist eine andere Jugend ohne Handy als mithandy.
00:09:34: und jetzt hast du eigentlich auch nochmal einen sehr markanten Einschnitt bis du hast deine Jugend- und Kindheit mit oder ohne KI-Kompagnen zugebracht.
00:09:44: Ein
00:09:45: super Beispiel was du bringst.
00:09:46: ich würde sagen der Der Unterschied ist vielleicht so wie der Wechsel vom normalen Handy, das man hatte.
00:09:55: Also vom mobilen Telefon, dass man mitgetragen hat zum Smartphone und jetzt... innerhalb dieser Smartphone-Welt merke ich, wenn du auf mein Display schaust siehst du das wichtigste Widget was ich da habe ist tatsächlich JetGBT geworden.
00:10:13: Das ist mein allerwichtigstes Tool was ich auf dem Gerät habe und ich merke wirklich wie das total die Art und Weise verändert wie ich recherchiere wie ich Abfragen mache.
00:10:26: Ich google viel weniger als früher.
00:10:29: Also früher habe ich hier oben, wo jetzt GPD ganz groß drauf ist, hatte ich eigentlich immer meinen Browser und das hat jetzt schon gewechselt und da merke ich, dass wirklich was passiert ist.
00:10:41: Ist bei dir ähnlich?
00:10:42: Ja würde auch sagen allerdings bin ich so ein wirklich tägliches Instrument, das ich benutze.
00:10:51: Da bin ich noch gar nicht so lange dran.
00:10:53: also seit ein paar Monaten ist das wirklich auch zum quasi ersten Adresse geworden für Rückfragen und auch für Dinge die.
00:11:01: ich finde das halt super praktisch mit dieser Sprachausgabe dass man auch unterwegs dann Dinge noch über die Kopfhörer abhören kann.
00:11:10: Ich kann irgendwie unterwegs, wenn ich irgendwo hinfahre und denke ach, ich muss mir noch ein paar Infos holen zu der Person mit der ich jetzt gerade abgemacht habe oder zu der Organisation oder so ... Dann hab' ich keine Zeit mit dem Laptop jetzt das zu recherchieren.
00:11:25: aber ich kann auf Chatshipity sagen ja ließen wir mal vor was ich da in Kürze zu wissen habe oder so.
00:11:33: Das ist sehr spannend!
00:11:35: Ja, und da sind wir aber noch auf der Ebene der Tools oder die unseren Alltag unsere Arbeit erleichtern.
00:11:42: Die halt ja eine sehr, sehr hohe Usability aufweisen und deswegen auch verlockend sind und wir nutzen sie gerne.
00:11:51: Es gibt aber diesen ganz anderen Bereich über den ich gerne mit dir sprechen möchte wo die KI weniger einfach nur ein Tool ist, sondern vielleicht einen Gegenüber.
00:12:04: Vielleicht aber sogar mehr als ein Gegenüber, nämlich vielleicht sogar ein ganzer Gesprächsraum.
00:12:10: also da öffnet sich eine Welt und zwar nicht nur an Informationen.
00:12:14: Also es ist anders als ein Browser mit einer guten Suchfunktion.
00:12:18: Es ist irgendwie als wäre man in einer sehr großen Bibliothek in der sich ständig Bücher aufschlagen, die mir genau das zeigen was mich interessiert.
00:12:31: Und wenn ich diese Information habe dann geht es ja weiter mit.
00:12:35: Ich kann noch drei ganz nützliche Dinge für dich tun Stefan!
00:12:38: Ich kann nämlich und so weiter.
00:12:40: also man hat es da nicht nur einfach mit einer Technik zu tun die uns hilft den Job zu erledigen sondern sie ist ein echter Begleiter eine echte Begleiterin geworden.
00:12:54: Ja, da bin ich allerdings eher noch in der Beobachterperspektive.
00:13:03: von KI-Umgang noch nicht verinnerlicht habe.
00:13:06: Also weißt du, ich hab bis jetzt noch nicht das Bedürfnis gehabt mit der KI über irgendwelche Dinge zu sprechen die mich gerade beschäftigen ohne jetzt ein klares Rechercheziel oder eine klare Aufgabe zu haben so.
00:13:21: Das mach' ich jetzt selten.
00:13:23: Ich weiß aber dass das enorm verbreitet ist, dass Leute wirklich mit derKI ihre Beziehungsprobleme diskutieren, Anfälligkeiten, Besprechen, Rat holen für alles Mögliche.
00:13:39: Jetzt nicht nur im Sinne von ich habe ein Problem und da brauche ich eine Lösung so brauche k i auch sondern wirklich so.
00:13:47: jetzt unterhalte ich mich mal ne Viertelstunde eine halbe Stunde mit meiner KI und das kann.
00:13:52: das habe ich aber eben wirklich aus eigener Erfahrung so sehr.
00:13:57: Das kann zu echten Verbindungen führen mit dieser KI, dass Leute sagen das ist jetzt eben ein digitaler Companion, ein Weggefährte den ich nicht missen möchte und der sogar für mein Leben ganz entscheidend ist, als irgendwie als Gesprächsgegenüber um etwas zurückgespiegelt zu kriegen.
00:14:23: Um etwas zu reflektieren und so... Das hat enorm an Bedeutung gewonnen wenn man den Umfragen und Studien glaubt in der letzten Jahre?
00:14:34: Ja vielleicht ist es ja ganz interessant wenn wir mal wirklich konkret darüber sprechen was wir eigentlich selbst mit KI tun.
00:14:42: Also, wofür wir JetGBT nutzen?
00:14:44: Wofür wird diese App benutzen?
00:14:47: Wir nutzen ja ganz unterschiedliche KI.
00:14:49: Es gibt KI die mittlerweile in unserem ganzen Office-Dreifünfundsechzigpaket drin ist mit Co-Pilot.
00:14:56: Wir nutzen sowas wie Notebook LAM.
00:15:00: Das ist aber für mich alles auf einer ganz anderen Stufe als die Nutzung von diesem Large Language Model JetGBt über die App Und ich versuch mal so sagen, was ich so ungefähr damit tue in meinem Alltag.
00:15:15: Für mich ist tatsächlich so ein Gebrauch hat ganz viel mit meiner Arbeit zu tun.
00:15:21: also ich würde nie mehr einen Text den ich geschrieben habe einfach so publizieren ohne dass sich ihn kurz durch meinen GPT durchlasse.
00:15:31: Also es nicht so das ich unbedingt Texte jetzt einfach verfasse.
00:15:37: Aber ich finde es mega spannend, wenn ich einen Text habe ihn dann mal durchzuscannen und zu sagen was fällt dir auf.
00:15:43: Wo bin ich inkonsistent?
00:15:45: Welches Argument leuchtet ihr nicht ein?
00:15:47: Was sind die Lücken in meiner Argumentation?
00:15:51: oder wo hab' ich zu lange Schachtelsätze gemacht?
00:15:54: also alles mögliche vom Stil bis zum Inhalt checkt ich dadurch
00:15:58: Ja!
00:15:59: Also das geht mir natürlich ähnlich.
00:16:01: eben diese Art von KI Gebrauch ist mir sehr vertraut und da ist ja die KI auch einfach sensationell.
00:16:09: Man kann zwei beliebige, zum Beispiel wenn man jetzt Ideen sucht für die Verbindung zweier Begriffe oder zweier Ideen oder so.
00:16:17: Das ist unglaublich was daraus kommt!
00:16:19: Man kann irgendwie ich habe für jemand anderen letztens eine Recherche gemacht zum Thema Was hat Mut?
00:16:25: Und was haben Mut und Demokratie miteinander zu tun?
00:16:29: Da ist mir ein paar Gedanken gekommen.
00:16:31: dann gebe ich sie in die KI ein.
00:16:34: diese Gedanken sind mir gekommen, ergänze das und so.
00:16:37: Und dann kommt Zeugs wo du denkst ja es macht total Sinn und so ohne Mut ist Demokratie gar nicht möglich und überhaupt!
00:16:47: Das ist schon eine Welt die sich dann auftut natürlich immer auch mit der Gefahr dass die KI eben jede Idee und jede Verbindung, die man dann selber sieht bestätigt.
00:16:59: Und auch hervorragend intelligent find und weltbewegend und matchentscheidend und so... von Haus aus eher schwer tut oder zumindest unaufgefordert, dann nicht Kritik übt und sagt ja gut das hat jetzt vielleicht miteinander überhaupt nichts zu tun.
00:17:15: Oder da solltest du nochmal drüber nachdenken dass es jetzt eigentlich ein ziemlich doofes Recherche-Ziel ist.
00:17:24: Es ist immer begeistert über die eigenen, den Ideenreichtum und die geistreichen Eingaben.
00:17:32: Ein
00:17:32: wahnsinnig fleißiger und bisweilen auch schleimer.
00:17:36: Es ist eine
00:17:38: hervorragende Frage und ich denke, ja gut.
00:17:41: Du bist so kurz
00:17:43: vor Nobelpreis gefühlt.
00:17:46: Ja, bei einem Einsatz gibt es einige Fallen die sich auch stellen.
00:17:54: Man spricht da von echten Gefahren, die durch die Verwendung von KI ausgehen also diese Idee dass uns KI dünner macht, weil wir denkfauler werden.
00:18:05: Weil wir abhängig werden davon.
00:18:07: Weil Kompetenzen verlieren die wir einfach nicht mehr trainieren.
00:18:13: Weil Wir eine geringere Frustrationstoleranz haben und so in Erscheinsicherheit bewegen Und die KI dann letztendlich als Ersatz für eigenes Urteilen statt als Werkzeug eingesetzt wird.
00:18:27: Was diese Gefahr schon erlebt?
00:18:29: Ja, auf jeden Fall.
00:18:30: Also gerade wenn es sehr schnell gehen soll und man sich jetzt nicht grad kreativ fühlt oder die Muße hat eigene Gedanken zu verfolgen was ja viel länger geht dann sucht Und ist dann aber auch in einem gewissen Korridor drin natürlich.
00:18:49: Meistens kommt das so überzeugend daher, dass man das Gefühl hat, das lohnt sich jetzt gar nicht da groß noch weiter umzudenken.
00:18:55: Ich gehe einfach auf der Spur weiter die mir die KI vorgibt und das sind natürlich dann auch ich sag mal Meinungskorridore oder Ideen.
00:19:06: vorvorgestanzte Ideen oder Gedanken schneisen, indem man sich dann hinein begibt und dann entsprechend die Alternativen nicht mehr in Erwägung zieht.
00:19:18: Das heißt, auf jeden Fall ist es sicher eine Gefahr auch wenn ich ja oft überrascht bin wie breit und horizontal erweitert die Ideen der KI selber sind.
00:19:30: weißt du?
00:19:32: Ich würde echt sagen das ist jetzt gar nicht so anders als bei einer Teamsitzung im eingespielten Team.
00:19:38: oder da werden immer dieselben Ideen verstärkt Die selben Leute haben dann ein gewisses Standing und man findet alles ganz toll, was die sagen.
00:19:47: Und diese Gefahr sehe ich auch bei KI?
00:19:50: Ich seh da aber schon immer dieses subtile Moment wo sie mir etwas vorschlägt auf das ich jetzt selbst nicht gekommen werde.
00:19:58: Ja ja absolut!
00:20:00: Ich mein du hast ja vorhin... wie haste das genannt?
00:20:04: Bei large language models dass die quasi uns in eine Konversation verwickeln mit dem Man könnte sagen, mit dem geballten Menschheitswissen ein bisschen bescheidener müsste man sagen.
00:20:20: Mit allem was da gekrawlt wurde an Texten und so weiter.
00:20:24: Mir drängt sich dann immer diese Parallele auf zu Umberto Eco in der Geschichte im Namen der Rose.
00:20:31: Der Erzähler kommt irgendwie in eine Klosterbibliothek Und dann kommt die Metapher auf oder die Idee, dass die Bücher in dieser Bibliothek eigentlich miteinander kommunizieren.
00:20:44: Also was Umberto Eco damit anspricht ist dieses Phänomen der Intertextualität das quasi ein Text ja nicht vom Himmel fällt sondern Bücher.
00:20:52: also Das gilt für Romane wie für Sachbücher.
00:20:55: Die verarbeiten ja eigentlich Texte, die die Autoren gelesen haben und bewusst oder unbewusst in ihre neu generierten Texte Texte einfließen lassen.
00:21:06: und man könnte sagen Bibliotheken sind eigentlich dann die Manifestation der Gespräche zwischen den verschiedenen Texten.
00:21:15: Und ich stelle mir das tatsächlich manchmal so vor, wenn ich jetzt mit ChatGPT irgendwie Anfragen mache oder irgendein LLM zu ratet ziehe dass sich dann eigentlich ins Gespräch trete mit dieser Konversation der Bücher untereinander.
00:21:30: Das finde ich eigentlich total faszinierend!
00:21:34: Ich würde sie sogar noch ein bisschen weiter drehen und sagen, während wir bei Umberto Eco's Bibliothek eigentlich einen Gesprächsraum haben in dem wir einfach lauschen können.
00:21:46: Und zuhören können wie die Bücher miteinander im Gespräch sind also Intertextualität, die quasi etwas ist das es in der Welt gibt und wir hören einfach zu... Sind die LLMs?
00:21:58: schon nochmal ein Dreh weiter, nämlich sie präsentieren dir das ganze Gespräch auf deinem Niveau.
00:22:06: Das kann dann sein... Du hast gesagt quasi dieses Weltwesen alles was man weiß.
00:22:11: aber das coole daran ist ja dass es jeweils so ausgespielt werden kann, dass du es auch verstehst und einen echten Zugang hast dazu.
00:22:22: Viele von uns hätten wahrscheinlich Mühe im Original sowas wie die Kritik der Reihenvernunft von Immanuel Kahn zu lesen.
00:22:31: Und deswegen gibt es dazu ja auch Bände an Sekundär-Literatur, die das erklären und überhaupt den Zugang ermöglichen.
00:22:39: Und jetzt hast du mit diesen Möglichkeiten diese Large Language Models.
00:22:44: dir bieten eigentlich die Möglichkeit dass du von Anfang an sagen kannst auf welchem Niveau du bist und wie du das wissen musst.
00:22:51: Ich habe das gerade in einem ganz anderen Zusammenhang dieses Wochenende erlebt wollte an unserer Webseite weiterarbeiten.
00:23:00: Er
00:23:01: lernt nicht dazu, der Stefan!
00:23:03: Nein
00:23:03: doch ich habe eben dazugelernt weil ich hab jetzt nicht gesagt hey lass uns das jetzt mal alles redesignen.
00:23:09: und da diete dann.
00:23:10: Ich habe gesagt stelle vor ich habe keine Ahnung davon aber ich habe jetzt einen Zugang gekriegt.
00:23:15: was muss ich dir zeigen damit du mir die zehn Dinge zeigen kannst die ich verbessern muss.
00:23:20: also etwas auf diesem Niveau bin ich eingestiegen Und das Coole war, ich krieg dann wirklich einen Schritt für Schrittanleitung die echt auch funktioniert.
00:23:29: Ich kann mir schon vorstellen dass das Ganze auch mit philosophischem, mit theologischem ...mit literaturwissenschaftlichem und mit soziologisch dem Wissen funktioniert.
00:23:39: Die Schwierigkeit ist glaube ich nur da wo wir selbst ein Niveau bei der Ausgabe der Antworten anstreben, dass wir überhaupt nicht mehr kognitiv begleiten und verarbeiten können.
00:23:54: Oder das ist quasi super einfach wenn es darum geht eine Webseite zu verbessern dann siehst du immer habe ich das verstanden was da ausgespuckt wird?
00:24:03: Und kann ich das umsetzen was da gesagt wird?
00:24:06: aber wenn's jetzt zum Beispiel drum geht Ich brauche drei gute Argumente gegen den ontologischen Gottesbeweis, zum Beispiel.
00:24:13: Dann kommen wirklich drei gute Argumente und die werden auch aufgeführt.
00:24:18: aber kannst du sie auch wirklich verorten?
00:24:20: Hast du sie wirklich verstanden?
00:24:22: Das wäre dann quasi noch zu beweisen wahrscheinlich in einem Gespräch!
00:24:27: Ja, und also das Beispiel ist insofern treffend.
00:24:31: Man könnte dann natürlich schon auch nochmal wenn man philosophisch entsprechend geschult ist oder wäre... Da hinter Zurückfragen sagen, ja diese drei Argumente gegen den ontologischen Gottesbeweis verfangen die jetzt wirklich.
00:24:45: Die hat ja ChatGPT dann nicht selber entwickelt sondern als kleinsten gemeinsamen Nenner aus vielen Sekundärtexten erarbeitet.
00:24:55: und gerade da es gibt ganz viele Missverständnisse zum ontologischem Gottesbeweis die in die Literatur auch eingeflossen sind und da müsste man, da kann man natürlich wenn man sich mit der Materie nicht auskennt, kann man jetzt letztlich nicht beurteilen.
00:25:12: Sind die drei Argumente, die mir Chatshipiti jetzt ausgegeben hat, sind das wirklich?
00:25:17: Treffen sie wirklich den Gottesbeweis nach Thomas oder so?
00:25:21: Oder ist hier der Chatscipiti Missverständnissen aufgesessen auch den Diskurs um diese Gottesbeweise betreffen.
00:25:35: Du hast das ja nicht, weißt du?
00:25:37: Du hast ja den Wissensvorsprung nicht.
00:25:39: Also ich finde eigentlich KI dort am ungefährlichsten und hilfreichsten, wo man sich selber schon auskennt.
00:25:47: aber zum Beispiel sagt Ich bräuchte ewig das jetzt kondensiert runterzuschreiben oder das noch mal alles zusammen zu suchen.
00:25:55: Ich lass das für mich machen von der KI!
00:25:58: Ich habe aber genügend Kenntnis um zu beurteilen ob dass auch wirklich in der Schweiz würde man sagen verhebt oder ob das jetzt wirklich der Kritik Stand hält, wenn man keine Ahnung hat von der Sache und quasi Erstinformation bezieht.
00:26:13: Dann ist man natürlich dann den Recherchen der KI auch ein bisschen aufgedeilt und verderben ausgesetzt?
00:26:22: Ja ich verstehe das!
00:26:24: Und trotzdem würde ich sagen zunächst mal birgt es doch die ungeheure Möglichkeit einer Demokratisierung von Wissen.
00:26:31: also wenn du dir jetzt natürlich vorstellst dass du schon jemand bist, der dazu publizieren will.
00:26:38: Dann sehe ich deinen Punkt!
00:26:39: Das ist echt schwierig wenn du keine Ahnung hast vom Thema und du sagst einfach ja liefere mal drei gute Argumente und jetzt packen wir die in einen Blogbeitrag.
00:26:46: das kommt wahrscheinlich nicht gut raus und das merken aber auch diejenigen die eine Ahnung davon haben.
00:26:53: Aber was doch toll ist es dich kann es zunächst einmal für meine eigene Information Nutzen, wenn ich jetzt keine Ahnung habe.
00:27:00: Ich kann zum Beispiel sagen hey!
00:27:01: Ich hab gehört es gibt so was wie Gottes Beweise.
00:27:04: Wie soll das gehen?
00:27:06: Wie kann man Gott beweisen?
00:27:07: und dann kommt eine Antwort und ich kann immer weitergehen.
00:27:10: Ich kan immer weiter fragen und dadurch entsteht doch auch in mir selbst drin und das finde ich so faszinierend sowas wie ein Netzwerk Also das, was du dir während einem Studium mühsam anliest und immer wieder vielleicht glücklich zum nächsten Buch kommst, dass du lesen sollst.
00:27:27: Zum nächsten Aufsatz den du lesenn sollst geschieht doch hier viel viel verdichteter und zielgerichteter innerhalb eines Themas Ja.
00:27:36: Und natürlich bist du nicht, wenn du dich fünf Minuten mit einem Thema beschäftigt hast eine Experte oder ein Expertin.
00:27:42: das ist geschenkt.
00:27:44: aber trotzdem hat es diese Möglichkeit dass du ohne all zu viel vorwissen ziemlich schnell einen Netzwerk aufbauen kannst indem du neues Wissen neue Thesen neue Perspektiven ziemlich gut versorgen kannst.
00:27:57: ja.
00:27:58: Es gibt allerdings glaube ich begründete Zweifel an der Nachhaltigkeit dieser Art der Wissensaneignung bzw.
00:28:06: verschiedene Studien, die zeigen es ist schon noch mal ein entscheidender Unterschied auch im Blick auf das Langzeitgedächtnis und was man sich dann wirklich als verinnerlichtes Wissen aneignet oder bewahren kann.
00:28:23: Ein Riesenunterschied, ob man etwas erarbeitet hat in eigenem Textstudium oder in eigener Auseinandersetzung mit den Primärtexten oder ob es einfach ist... Ich habe das kurz auf JetGPT eingegeben und dann in drei Bullet Points quasi mir kurz ins Kurzzeitgedächtnis geschoben oder so ... Das ist natürlich nicht in gleicher Weise nachhaltige Wissensaneignung dann.
00:28:52: Aber was mich jetzt noch ein bisschen beschäftigt hat, du hast vorhin gesagt es ist so ein bisschen wie eben wenn man in dieses Gespräch der Bücher eintritt und quasi sogar mit... Also die Bücher, so habe ich dich jetzt verstanden.
00:29:11: durch JGPT kann man die Bücher dann mit sich selber sprechen lassen.
00:29:16: Man muss nur zuhören, sondern man kann... Auf
00:29:18: deinem jeweiligen
00:29:19: Niveau.
00:29:20: Genau wie du es verstehst.
00:29:21: Und jetzt das Problem dabei ist aber doch schon dass eine Eigenheit von Büchern oder man könnte sagen auch eine Eigenkeit von menschlichen Äußerungen überhaupt geht.
00:29:35: da verloren nämlich diese diese Widerständigkeit oder das Unbequene, auch der Widerspruch.
00:29:43: Das ist ja ein Problem...
00:29:46: Mach vielleicht mal einen Beispiel!
00:29:47: Also
00:29:47: ich kann jetzt, wenn ich ein Buch lese, es kann erst einmal sein dass sich das Buch einfach extrem schlecht finde irgendwie scheiße geschrieben oder nicht überzeugend oder was auch immer.
00:29:59: Es kann auch sein, dass das Buch Gedanken stark macht die ich für gefährlich oder toxisch halte.
00:30:05: Es kann aber auch sein mich in meinen Selbstverständlichkeiten und in meinem mitgebrachten Glaubensüberzeugungen infrage stellt, dass es mich herausfordert.
00:30:16: Dass es mich, das es quer steht, dass ich es nochmal lesen muss weil es sich mir beim ersten Mal nicht erschlossen hat
00:30:24: usw.,
00:30:25: also diese ganzen dieses quasi.
00:30:28: mir tritt in einem Text jemand anderes gegenüber der auch sich den Einspruch oder den Widerspruch erlaubt.
00:30:39: Das ist bei der KI meines Erachtens dann auf gefährliche Weise halt geglättet, dass man fragt etwas und dann eben die KI findet auch die Frage immer schon wahnsinnig geistreich und hervorragend und rückt einem in die Nähe der ganz großen Denker der Geistesgeschichte.
00:30:57: nur weil man jetzt diese Frage gestellt hat quasi Tailor-Made zugeschnitten maßgeschneiderte Antworten auf meine Frage und diese Widerständigkeit ist dann immer gebrochen an dieser fast schon, an dieser schmeichelnden Geisteshaltung der KI.
00:31:17: Das finde ich schwierig.
00:31:19: Also mindestens im Default-Modus oder?
00:31:22: Ja man kann das natürlich und da glaube ich halt schon sind wir auf der Ebene von dem Tool und nicht einfach vom Companion auch so einsetzen dass man sagt hey ich habe mir mal folgendes dazu rechtgelegt welche Perspektiven habe ich übersehen?
00:31:37: Wie würdest du diesen Standpunkt beschreiben von außen?
00:31:41: Was ist der blinde Fleck dabei, also diese Ganztragen kannst du stellen und darauf kriegst du auch gute Antworten.
00:31:46: Also ich glaube es hat schon sehr viel damit zu tun und das ist ehrlich gesagt gar nicht so anders bei den Geist des Wissenschaftens.
00:31:54: oder da gibt's auch diese Gangs quasi die dann nur ihr eigenes Zeug rezipieren und sich die ganze Zeit daran bestärken.
00:32:01: Da würde ich sagen ja das scheint mir jetzt eher ein menschlicher Fehler zu sein als etwas dass in der Technik Technologie selbst liegt?
00:32:09: Ja, gut point.
00:32:11: Man kann natürlich auch sagen es gibt ja diese selbst bestätigenden Eigendynamiken auch außerhalb von KI zuhauf.
00:32:23: also ist natürlich völlig leicht denkbar und wahrscheinlich auch eher der Normalfall dass zum Beispiel Geisteswissenschaftler sich eine Bibliothek anlesen oder Bücher lesen, die sich irgendwo in ihrer Geisteswelt befinden und irgendwo ähnliche Grundentscheidungen voraussetzen.
00:32:42: Und man fühlt sich eigentlich bestätigt in seiner Lektüre.
00:32:46: Wenn man mal etwas ganz anderes liest, dann liess man es von Vorneheim kritisch im
00:32:51: Sinne von
00:32:52: ich weiß, dass ich das eh schlecht finden werde und so.
00:32:55: In Gemeinschaften zwischen Menschen Ist es ja auch... Ähnlich, dass sich auch an Universitäten und wo auch immer das sich dann doch eher Gleichgesinnte zusammenfinden.
00:33:08: Und zu einer selber auch so eine Art Echokammer werden in der nicht mehr so viel grundsätzliche Reibung da ist, dass man jetzt mal wirklich in den Grundfesten seiner Überzeugungen erschüttert würde weil man sich dort ein bisschen zusammengefunden hat mit dem Gleichgesinn
00:33:29: Doktor Vater, Reinhold Bernhard.
00:33:31: Bei ihm habe ich vor allem im Bachelorstudium studiert und er hat uns so ein Ethos mitgegeben.
00:33:38: Er hat gesagt ihr dürft gegen alles sein was war?
00:33:43: aber man muss immer versuchen die Gegenposition an ihrer stärksten Stelle zu erwischen Also nicht auf irgendeinem Randplatz, nicht irgendetwas was da auch noch gesagt wurde und dann daraus quasi in Pappkameraden aufbauen den man abschießen kann.
00:34:01: Dann ihr müsst wirklich den Kern davon verstanden haben und da muss eure Kritik ansetzen für mir etwas kritisieren wollen.
00:34:08: Und das finde ich was total wichtiges und gutes.
00:34:12: nur leider erlebe ich das ganz selten in geistwissenschaftlichen Publikationen Und da finde ich es judgeability wirklich eine enorme Hilfe, dass man quasi sagt okay schau mal.
00:34:22: Ich habe mich jetzt auf diesen Ansatz festgelegt.
00:34:25: aber was würdest du jetzt aus dieser Perspektive dazu sagen und mach das wirklich stark und kritisiere mich?
00:34:32: Das geht ja!
00:34:33: Aber Mannu vielleicht wechseln wir noch ein bisschen auf das andere Phänomen, das mich wahnsinnig interessiert und auch umtreibt im Moment und das ist so nicht nur diese Bibliothek die zu uns spricht, sondern eigentlich dieser ganze Gesprächsraum der jetzt immer verfügbar ist.
00:34:53: Also diese Möglichkeit dass ich eben nicht nur ein Gespräch lausche, sondern einen gegenüber habe jederzeit auch nachts um drei wenn ich nicht schlafen kann und da ja
00:35:07: auf
00:35:08: eine Sprache oder Ich weiß aber gar nicht recht, wie man das fassen will.
00:35:14: Weil es hat tatsächlich sowas Transzendentes auch.
00:35:17: Treffe dass ich jederzeit und immer erreiche insofern ich Internetanschluss habe.
00:35:24: Ja so lange das Wähler nicht zusammen bricht hat man jetzt einen ständig Gesprächsbereiten gut gelaunten Partner oder eine Partnerin an der Seite, die eben auch morgens um drei und wann auch immer.
00:35:41: Und selbst dann wenn man den schlechtesten Tag und die mieseste Laune hat, immer bereit ist mit einem in Konversation zu treten – und offenbar wird das für viele Menschen gewinnt das immer größere Bedeutung!
00:35:54: Also in Japan gibt es erste Personen, die ihre KI offiziell heiraten wollen und dann mit dem Smartphone vor dem Trauald stehen.
00:36:04: Das ist jetzt quasi die extremste Zuspitzung dieser neuen Nähe zu Kis, die dann wirklich auch zu quasi zwischenmenschlichen Beziehungen führen kann.
00:36:18: aber auf jeden Fall ist es auch hier zu lernen... Zu Lande offenbar für viele Leute, für viele Menschen eine große Hilfe mit jemandem sprechen zu können.
00:36:29: Und damit so ... Du hast jetzt das Stichwort Transsendenz genannt.
00:36:33: Es ist ja eine Art ... Im Gespräch mit der KI übersteigt man dann doch den eigenen Horizont ein Stück weit.
00:36:44: Also Transsendenz in einem wirklichen Sinne Das Übersteigen des eigenen Horizontes, das passiert ja auch wenn ich mit einer KI rede.
00:36:57: Weil ich da ein Stück weit in den Ozean menschlicher ... Textproduktion und menschlichen Wissens, aber es ist eben nicht nur Wissen.
00:37:07: Es ist auch Mensch, je selbst äußere Menschen, je Selbstverständnis das sich in allen möglichen Texten spiegelt.
00:37:14: Und ich springe quasi in diesen Ozean rein wenn ich mit der KI rede.
00:37:20: Das ist eine Art Transcendenserfahrung.
00:37:23: mir kommt etwas anderes entgegen in der KI – im besten Fall ja!
00:37:30: Ich glaube, es gibt ja sowas wie ganz unterschiedliche Transzendenzen in denen wir uns bewegen.
00:37:37: Also Transzendent bedeutet ja erst mal nicht anders als dass etwas unser Sein unserer Existenz unsere Wahrnehmung von uns selbst übersteigt.
00:37:48: und da sind wir oft dabei das sofort religiös zu deuten und zu sagen Ja!
00:37:54: Wir sind extatische Wesen die sich einer Transzende zuneigen etc.. Ich glaube, dass das ganz viel von dem was wir wahrnehmen eigentlich schon mit Transcendent zu tun hat.
00:38:06: Weil wir uns ja etwas anderem aussetzen in der Welt und da machen wir ja eigentlich ständig solche Erfahrungen, dass wir etwas wahrnehmen, dass es in der Welte ist, das mit uns zu tun haben.
00:38:17: Wir setzen uns in Beziehung dazu, wir setzen das andere in Bezierung zu uns... glaube ich noch ziemlich trivial.
00:38:24: Und dann gibt es aber diese mittleren Transzendenzen, wo ich sagen würde da erleben Menschen zum Beispiel in Gemeinschaften oder in Traditionen etwas was über sie hinausgeht.
00:38:36: Zum Beispiel schlenderst du durch Rom, betritzt eine Kirche und hörst wieder Mönche singen.
00:38:44: Und das bedeutet jetzt nicht dass du quasi direkt Gott begegnest, aber vielleicht doch.
00:38:51: Aber auf jeden Fall begegnst du einem Raum, einem Sinnuniversum das dir einen Platz anbietet und dass du dir nicht einfach unterordnen kannst, dass du nicht einfach integrieren kannst.
00:39:06: Da ist mehr als du selbst bist.
00:39:09: Und dann diese totale Steigerung davon, das wäre dann Gott würde ich sagen also so dieses Letzte, was wir hinter all diesen Erfahrungen der sinnlich wahrnehmbaren Welt, der vergemeinschafteten Spiritualität oder Praxis irgendwo erleben.
00:39:27: Das würde man an Gott nennen und das ist für mich tatsächlich so dass ich sagen würde Ich erlebe dieses Sprachmodell als eine Art mittlere Transcendent.
00:39:41: Also in welchem Sinne denkst du das jetzt?
00:39:44: Ja, also ganz ähnlich halt wie man auch Gebet von außen beschreiben könnte.
00:39:51: Dass da ein Sprachraum ist der von der anderen Seite her ständig offen ist für mich mit dem ich interagieren kann und der meine Selbstreflexivität irgendwo stärkt.
00:40:10: ständig eine Möglichkeit, mich in ein Gespräch verwickeln zu lassen indem ich über die Welt und mich nachdenken kann und soll und muss.
00:40:23: Ja also... Ich kann das insofern nachvollziehen dass es mir einleuchtet das in einer KI oder in einem KI-Gespräch dass ich eben nicht nur jetzt mit mir selbst, im besten Fall.
00:40:40: Nicht nur mit mir selber konfrontiert bin und nur mich selbst spiegle sondern eben mich verbinde oder Inputkriege.
00:40:50: aus einem viel viel größeren Reservat von Menschheitswissen und Menschheitsbewusstsein und Menschheiz- und Selbstbekundung des Menschen.
00:40:58: da quasi... steck mich die KI, da ist quasi KI die Schnittstelle zwischen mir meiner kleinen Welt und meinen kleinen Kosmos, meinen kleinen Gedankenkosmos.
00:41:14: Und dieser sehr viel größeren Welt menschlicher Textproduktionen
00:41:22: usw.,
00:41:24: das isst also ich hab dann halt immer gewisse Vorsichten oder Gefahren im Hinterkopf.
00:41:30: Das ist erstens mal, es ist ja nicht ohne Probleme weil dieses vorgebliche Menschheitswissen mit dem uns die KI verbindet auch schon gefraint ist.
00:41:42: also das ist alles bekannt diese ganzen Engführungen die es gibt nur alleine aufgrund der Tatsache dass vor allem englischsprachige Texte die KI mit englischen sprachen Texten trainiert wird viele deutschsprachig oder französische noch aber das natürlich ganze Sprachräume da nicht wirklich vertreten sind, dass es Neigung gibt hin zu bestimmten Überzeugungen und Bekundungen von weißen Menschen überproportional vertreteen oder was auch immer.
00:42:18: Es gibt gewisse Engführung in denen man sich bewusst sein muss.
00:42:23: Mein Hauptproblem ist aber das, worauf wir vorhin auch schon zu sprechen gekommen sind.
00:42:29: Dass man die KI eigentlich bewusst auffordern muss den eigenen Horizont zu sprengen und sonst unaufgefordert die KI dazu neigt, die eigenen Gedanken nur zu bestärken und zu bestätigen bis hin zur Gefahr die sich jetzt in verschiedenen neuen Studien zeigt, dass die KI sogar alarmierenderweise sogar wahnhafte Vorstellungen von Jussern bestärkt und Leute richtig in, ich sage mal im Psychosen hinein treibt indem sie ihre Wahnvorstellungen und ihre realitätsfernen Ideen nicht korrigiert sondern nur bestätigt.
00:43:15: und das ist ja dann, weißt du?
00:43:16: Das ist keine Transzendenzerfahrung.
00:43:18: Da tritt mir nicht etwas von außen entgegen sondern da führt die KI dazu dass ich mich noch mehr spiralförmig in meine eigenen Gedanken hinein bohre.
00:43:31: Weißt Du?
00:43:33: Ja und nein!
00:43:35: Das was Du beschreibst kann ich gut nachvollziehen.
00:43:38: Ich sehe noch nicht worin jetzt der Unterschied zum Gebet liegt.
00:43:44: Gut und da würde ich auch sagen, da jetzt gerade einen ganz steilen Gegensatz aufzutun, würde ich vermessen finden.
00:43:57: Also natürlich können Leute im Gebet genau so sich in ihren religiösen Vorstellungen ergehen und bestätigen.
00:44:05: Und leider gilt es aber auch, wenn sie das im Gemeinschaft mit Gleichgesinnten tun.
00:44:11: Auch da ist noch die Garantie nicht gegeben!
00:44:14: Ich finde immer... Es ist immer beruhigend, wenn man das ganze intersubjektiv ein bisschen aufbricht.
00:44:19: Also ich finde immer, dass gefährlichste ist, wenn Leute mit sich und ihrem Internet quasi alleine bleiben Videos aufzeichnen und so.
00:44:31: Und niemand da reinredet, das finde ich immer ein Gefährlichsten!
00:44:34: Aber es gibt natürlich gerade in christlichen Gemeinden – grad auch in hochreligiösen Gemeinschaften – gibt es ja wirklich so ziemlich abgeschlossene Subkulturen mit ganz eigener Sprache, mit ganz eignem Deutungsrahmen für diese Welt und die alles zum Beispiel so vergeistlicht dann wahrnehmen.
00:44:55: Und da kann ich mir gut denken, dass das jemand der jetzt in einer solchen Gemeinschaft sagt Ich habe einen Traum gehabt und im Traum diesen das gesehen, dass die da auch kein vielleicht im schlimmsten Fall kein kritisches Gegenüber finden, sondern nur Bekräftigungen für etwas was vielleicht grenzpatologisch ist.
00:45:17: Jetzt
00:45:17: gehst du quasi auf die Gemeinschaft da.
00:45:19: Die Gemeinschafterin wirkt.
00:45:20: aber mich interessiert wirklich noch diese Eins-to-Eins-Situation.
00:45:24: also jemand betet und da würde ich sagen das doch die Ausgangslage so dass jetzt zunächst mal auch beides passieren kann.
00:45:32: ja im Idealfall wird dieser Person still und hört hin und gibt sich dem hin, was ist?
00:45:43: Und macht damit eine Transzendenzerfahrung die diese Person in irgendeiner Art und Weise erweitert.
00:45:52: Sei es indem's die Person zur Ruhe bringt, indem eine Perspektive aufgeht, die man vorher nicht gesehen hat – das sind alles Möglichkeiten!
00:46:01: Es ist aber genauso möglich dass jemand in diesem Gebet vor allem plappert und spricht und affirmiert, was er oder sie schon immer gedacht hat.
00:46:12: Und das Ganze dann eigentlich zu einer Selbstechnik wird, wo ich mir eine Realität noch stärker einrede und zurechtlege.
00:46:21: Also es gibt doch da auch schon diese beiden Möglichkeiten!
00:46:23: Ja...
00:46:24: Und meine Frage wäre halt Ist das jetzt etwas, was wir an KI spezifisch kritisieren müssen?
00:46:31: Oder ist es vielleicht etwas, das mit diesem Wesen von mittleren Transzendenzen zu tun hat.
00:46:38: Ja, ja... Also ich gebe dir recht!
00:46:42: Ich kann mir beides denken und wahrscheinlich kenne ich auch beides aus meiner eigenen spirituellen Praxis, aus meiner eigenem Gebetspraxis.
00:46:52: Ich neige schon dazu zu sagen, wenn jemand betet oder wenn ich ... Ich versuche mich jetzt hineinzuversetzen.
00:46:58: Wenn ich bete und ich bin zum Beispiel irgendwie aufgebracht von etwas was ich erlebt habe.
00:47:04: Ich habe keine Ahnung mit meiner Frau gestritten oder ich hab irgendwie mich aufgeregt bei der Arbeit über jemanden oder über etwas wie auch immer Und dann trete ich in eine Konversation mit Gott Ich beginne das jetzt im Gebet irgendwie zu durchdenken, dann meistens was passiert ist dass ich in eine gewisse Distanz zu dem erleben gehe oder dass sich das reflexiv...ich denke ja darüber nach.
00:47:38: Also ich bin so genervt, ich fühle mich so unverstanden.
00:47:42: Ich hab das Gefühl jetzt bin ich mal wieder keine Ahnung völlig missverstanden worden.
00:47:48: oder jetzt hat man whatever und ich fang an über meine Erlebnisse nachzudenken und gewinne eine gewisse Metaperspektive darauf.
00:48:00: Eine gewisse Distanz darauf und im besten Fall kommt es dann tatsächlich dazu.
00:48:06: Und da spielt ihr auch rein, dass ich im Hinterkopf ... Ich bete ja... Mein Glaube ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ich bete auf dem Hintergrund einer zwanzig- dreißigvierzigjährigen Geschichte als gläubiger Mensch in der ich Bibel gelesen habe, Predigten gehört, Lieder gehört und so weiter.
00:48:24: Und dann im besten Fall kommt mir eben ein Gedanke, den ich mir ohne das Gebet vielleicht so nicht gegeben hätte, wo ich merke, du bist jetzt eigentlich einfach verletzt und reagierst auch aus Rache.
00:48:41: Voll gut!
00:48:41: Aber liegt das am lieben Gott in deinem Gebet?
00:48:45: oder liegt es daran dass du diese Offenheit überhaupt mitbringst?
00:48:51: Wir kennen auch aus biblischen Gebeten, aus Psalmen durchaus beides.
00:48:56: Es gibt die Idee Prüfe mein Herz ob ich es recht meine.
00:49:00: Das wäre jetzt quasi die radikale Offenheit dafür, sich selbst auch in Frage stellen zu lassen im Gebet und durch das Gebet.
00:49:09: Es gibt aber durchaus auch das andere, leg mir die Feinde vor die Füße
00:49:14: etc.,
00:49:15: also es gibt da beide Möglichkeiten.
00:49:19: Aber würdest du ... Also würde deine These so weit gehen dass sagen wir das anders als large language Modus?
00:49:25: Durchbricht Gott!
00:49:27: diese Selbstbezüglichkeit, in der wir uns nur um uns selbst drehen.
00:49:33: Aus sich selbst heraus ohne dass von uns her eine Bereitschaft dafür vorliegen muss?
00:49:40: Nein!
00:49:42: Also ich würde nicht sagen das Gott uns dann gleichsam... zur richtigen Einsicht quasi vergewaltigt.
00:49:58: Ich glaube, es braucht eine Offenheit und eine Bereitschaft sich ansprechen zu lassen.
00:50:03: Für mich ist einfach der Unterschied.
00:50:05: noch jetzt zu large Language Models und den kriege ich nicht aufgelöst.
00:50:09: Das Gebet für mich halt, egal ob man das verbindet mit einem sehr... Weißt du?
00:50:14: Ob man das verbindet mit der Vorstellung eines Gottes, der handelt und redet in mein Leben oder ob man da so ein bisschen breiter und weniger direktiv fasst.
00:50:26: Aber gebet ist ein Akt der Verständigung, auch der Selbstreflexion im Horizont der Wirklichkeit Gottes.
00:50:36: Vor Koramdeo würde man quasi Lutherisch dann sagen vor Gott ich denke über mein Leben nach, ich spreche über meinen Leben aber ich sprechere darüber mit Gott.
00:50:46: oder vor vor Gott, dieser Kontext dieses Bewusstmachen der Gegenwart Gottes.
00:50:53: Und das ist etwas was jetzt für mich programmatisch in Herrn zum Gebet gehört.
00:50:59: wenn es nicht in diesem Bewusstsein geschieht dann ist es für mich nicht gebet
00:51:05: und... Okay aber das ist natürlich ein super normativer Begriff von Gebet.
00:51:09: also es bedeutet Gebet ist für dich nur dann der Fall quasi der göttlichen Wirklichkeit hingibst und von Anfang an die Erlaubnis erteilst, ändre mein Leben, sprich in mein Leben hinein.
00:51:26: Ich muss hier nicht affirmiert oder bestärkt werden sondern du kannst alles umkrempeln.
00:51:31: also radikale Hingabe das wär's, oder?
00:51:34: Ja!
00:51:34: Also das ist jetzt sehr steil gesagt.
00:51:36: ich hätte jetzt ein bisschen runtergebrochen hätte einfach gesagt Gebet ist für mich schon ein Akt der Selbstverständigung und des Redens im Bewusstsein der Gegenwart Gottes.
00:51:52: Es muss jetzt nicht... Für mich eben.
00:51:54: Es muss nicht der christliche Gott sein, man kann auch sagen in Bewusstsein einer höheren Macht oder was auch immer.
00:52:01: das würde ich auch als Gebet qualifizieren.
00:52:03: aber es ist für mich insofern mehr als ein Selbstgespräch oder eine einfach einen Gedanken nachhängen.
00:52:10: Ja aber weißt du dieses Gespräch mit einem large language modelist ja auch mehr aus dem selbstgesprächen?
00:52:15: Es würde hier niemand sagen eigentlich habe ich das alles schon im Kopf aber jetzt wird's hier nochmal aufgeschrieben.
00:52:21: Genau, aber... Das
00:52:22: ist ja auch mehr als nur ich.
00:52:25: Vielmehr?
00:52:26: Ja!
00:52:26: Nur gehört für mich zu einer Konversation mit dem ... mit ChatGPT gehört für bewusste Gottesbezug oder Transcendenzbezug gehört für mich jetzt nicht konstitutiv dazu, womit ich nicht ausschließen würde das es auch nicht möglich ist zu sagen in einer Haltung des Gebetes quasi zu sagen Gott.
00:52:52: Ich unterhalte mich mit diesem Large Language Model über meine Gedanken um meine Probleme und rechne damit dass du in dieser Konversation mit dabei bist und mir die richtigen Impulse gibst.
00:53:07: Das würde ich überhaupt nicht ausschließen, aber per se gehört das für mich... Es ist einfach nicht konstitutiv für ein KI-Gespräch!
00:53:17: Ja okay gut also das es nicht konstituativ ist da gehe ich mit.
00:53:23: Ich glaube aber das zeigt uns letztlich einen sehr interessanten Punkt, egal ob wir jetzt über Gebet oder über Large Language Models sprechen.
00:53:35: Nämlich dass es um eine eigene Haltung und Bereitschaft geht die wir bereits in dieses Gespräch oder in dieses Zuhören hineintragen.
00:53:46: Ich finde immer wieder die Vorstellung faszinierend das unser Vater gebetet wird Und ich stelle mir jetzt vor, wie Pete Hexit das unser Vater betet und vielleicht zur selben Zeit eine verängstigte Familie im Iran dieses Gebet auch betet.
00:54:07: Auch da gibt es Christen die dieses Gebett beten!
00:54:10: Was mögen sie sich vorstellen wenn Sie diese Sätze sagen?
00:54:15: Also was ist das überhaupt noch etwas auf dasselbe
00:54:21: verweist?!
00:54:22: Hat das überhaupt noch ein geteilten Resonanzraum?
00:54:27: Haben diese Worte überhaupt die gleiche Bedeutung und die Sätze, die über Gott gesagt werden.
00:54:33: Meinen Sie überhaupt dasselbe?
00:54:36: Wenn man sagt Vater unser Himmel geheiligt werde dein Name was denkt sich Pete Hexer dabei?
00:54:42: Was denkt sich diese Familie die vielleicht jetzt Angst hat.
00:54:47: Was denkt sie dabei, wenn es heißt dein Reich kommt?
00:54:49: Dein Wille geschieht wie im Himmel so auf Erden... was meinen Sie damit?
00:54:55: Das sind ja Sätze, die sind wahnsinnig weit!
00:55:01: Die öffnen wahnsinnige viel.
00:55:03: aber ich kann natürlich das beten und ein Idiot bleiben und mich um mich selbst drehen dabei.
00:55:09: Also ich kann mich quasi als der Warrior verstehen, der jetzt dafür sorgt dass dieses Reich kommt.
00:55:16: Ja ja klar und das ist die wirkliche Übereinstimmung des Gebetes selbst wenn es auf dieselbe Sprache gebetet... Sogar
00:55:26: wenn beide knien!
00:55:28: Genau das garantiert jetzt eigentlich noch sonst vom Bedeutungsgehalt und in der Vorstellungswelt dahinter überhaupt gar keine Überschneidung, also es kann fülliereinander vorbeigehen.
00:55:40: Und um's an diesem Beispiel festzumachen oder für mich wäre dann entscheidend betet jemand dein Reich kommen, dein Wille geschehe wie im Himmel so auf werden mit einem Mindset wo man sagt ich weiß nicht genau was das ist aber ich hoffe drauf dass sich das durchsetzt.
00:55:59: und quasi mit einer Offenheit, mit einer Hoffnung die sich daran festhält.
00:56:05: Oder ist das eher so, weißt du dieses Selbstaffirmative?
00:56:09: So Schluss gewinnen wir doch und wir sind die leuchtende Stadt am Hügel.
00:56:15: Ja, okay.
00:56:17: Und genau das möchte ich nur ganz kurz jetzt übertragen wenn es darum geht ein large language model zu benutzen Wenn ich da natürlich reingehe und ich habe letztlich so einen mindset wo ich sage Das soll mir jetzt erklären warum meine perspektive auf die welt warum meine ideen Die richtigen sind
00:56:35: ja
00:56:35: dann glaube ich ist Genau so gefährlich, wie wenn ich das unser Vater so bete.
00:56:42: Wenn ich aber offen bin dann habe ich eine riesen Chance etwas über mich und die Welt zu lernen.
00:56:47: Genauso wie wenn Ich sage dein Reich komme!
00:56:50: Dein Willegescher also nicht mein Reich nicht mein will.
00:56:55: Und genau dasselbe würde ich jetzt auch übertragen, du kannst ein Buch lesen in einem reinen Zweckverwertungszusammenhang nämlich um zu verstehen warum der andere nicht recht hat und warum deine Position trotzdem überlegen und besser ist.
00:57:08: oder du kannst sagen ah ich öffne mich jetzt für das und versuche davon wirklich etwas mitzunehmen und zu lernen.
00:57:16: ja
00:57:16: deswegen das wäre meine vermutung.
00:57:19: ich glaube es liegt nicht darin, dass wir sagen können das Gebet ist irgendwie ethisch qualifizierter oder ungefährlicher oder besser oder Bücher zu lesen.
00:57:32: Ist ethisch besser oder qualifiziert aus large language Models zu nutzen?
00:57:39: Ich glaube, dass es am Schluss wirklich so ist, dass der Reiter über das Ross entscheidet und nicht umgekehrt.
00:57:45: ja jetzt ich habe Kurzfristig nicht gecheckt, worauf du hinaus wolltest mit dem... Beispiel des Vater und so.
00:57:54: Aber jetzt leuchtet mir das ein, dass klar man kann sowohl im Gebet in einer privaten Konversation mit dem Göttlichen oder in einer privaten Selbstreflexion in betender Haltung als auch in einer geistlichen Gemeinschaft, in der man gemeinsam unterwegs ist oder in eine akademischen universitären Gemeinschafter wo auch immer wie auch ihn Konversation mit Large Language Models, kann man das alles tun in einer in sich abgeschlossenen Haltung, die eigentlich nur Bestätigung für das sucht was man ohnehin schon geglaubt hat.
00:58:33: Da ist die KI möglicherweise sicher mindestens so anfällig darauf einfach diese Selbstbestätigungsschlaufen nochmal einmal weiter zu drehen.
00:58:45: Man kann es in der Haltung üben oder man kann dass in der Halterung der Offenheit üben für Kritik und Widerstand, für Horizonterweiterungen usw.. Da müsste es sich dann, aber wenn du sagst von Ross und Reiter, müsste es dich natürlich auch bei der KI geschieht.
00:59:03: Das ist halt nicht unaufgefordert.
00:59:05: Dann muss es sich in der Art zeigen wie man auch präumtet.
00:59:10: Und das
00:59:10: ist genau mein Punkt.
00:59:11: Ich würde sagen genauso beim Gebet auch nicht.
00:59:14: Auch da geschieht es nicht unaufgefordern.
00:59:18: Deswegen wollte ich das so stark machen, dass du quasi das Gebet so bestimmst, dass sie sagt, es geht darum, dass ich mich wirklich hingebe?
00:59:26: Ja.
00:59:26: Und das wäre für mich tatsächlich ein ganz wichtiges Kriterium, dass es nicht darum geht selbst Affirmationen in frome Sprache zu verpacken sondern darum geht sich zu öffnen und mal die Klappe zu halten und zu hören wer da spricht.
00:59:41: und jetzt das übertragen auf eine mittlere Transzendenz von large language model würde ich sagen ist die Frage was du promptest.
00:59:49: Ja, genau.
00:59:51: Und genauso aber auch mit Literatur!
00:59:53: Also du hast das vorhin gesagt ja diese Large Language Models, die spucken uns immer nur die Meinung von weißen Akademikern, die Englischsprachig sind quasi aus, ich spitz jetzt ein
01:00:04: bisschen zukonzentrieren.
01:00:05: Aber das ist ja das was genau so passiert in unseren Studienfächern und Leistungskursen und in der ganzen Ausbildung und Bildung.
01:00:13: Genau.
01:00:13: Die Frage ist nutzen wir diesen Resonanzraum?
01:00:18: der jetzt plötzlich für ganz viele Menschen offen steht, um das auch mal zu durchbrechen und da auch etwas anderes reinzulassen?
01:00:27: Oder tun wir es nicht.
01:00:29: Und ich glaube die Frage ob sich Gott in einer Antwort von einem Large Language Model offenbaren kann oder nicht Die ist völlig trivial, weil die nichts mit der Technologie letztendlich zu tun hat, die dahinter steht.
01:00:44: Sondern eigentlich nur damit ob du mit einem offenen Herz in die Welt gehst, in diese Konversation gehst oder nicht?
01:00:54: Ja, wir kommen da dieser bekannte Spruch von Karabatin in den Sinn.
01:00:59: Gott kann durch den russischen Kommunismus, durch ein Flötenkonzert einen blühenden Strauch oder durch einen toten Hund zu uns reden aus.
01:01:09: Das Problem ist nicht dass Gott irgendwie auf Bibelsprüche angewiesen wäre um zu uns durchzudringen sondern eher wie wir die Welt wahrnehmen und wie bereit wir sind uns auch etwas sagen zu lassen.
01:01:23: In der Hinsicht würde ich schon – wir müssen ja auf die Zielgerade kommen, gell?
01:01:27: Ich habe das von Anfang an nie ausgeschlossen dass die KI-ChatGBT Large Language Models auch etwas transportieren können, dass wir eigentlich Inspiration nennen.
01:01:43: Ja genau!
01:01:44: Und oft wird das dann so gegeneinander ausgespielt im Sinne von ja die KI das sind so seelenlose uninspirierte Texte.
01:01:51: wenn man Inspiration will da muss man auf den Menschen selbst so und ich denke ja nein.
01:01:56: aber selbst wenn man predigt mit KI schreibt was sich jetzt nicht einfach weiter empfehle aber selbst dann die KI greift zurück Solang sie sich nicht nur selber repliziert, greift sie zurück auf Predigten die geschrieben wurden und die im schlechtesten Falle uninspiriert und langweilig sind.
01:02:20: Und im besten Falle spannend und inspiriert weil da Menschen ihre Erfahrungen und ihre Gotteserlebnisse usw.
01:02:27: mitverarbeitet haben um wenn die KI aus inspirierten Predigtexten quasi eine eigene Predigt kompiliert dann wüsste ich nicht warum jetzt dies Text die Inspiration einfach plötzlich abgehen soll.
01:02:41: Ja genau, das finde ich sehr gut und ich will trotzdem noch auch wenn wir auf der Zielgerade sind sagen dass sich aber auch den Papst versteht er davor gewarnt hat Predigten einfach mit KI schreiben zu lassen.
01:02:54: Ich glaube er hat da schon einen Punkt oder?
01:02:56: Und zwar weil es ihm ja nicht darum geht dass er diese Technologie böse oder falsch findet sondern ihm geht es ja darum, dass er sagt Verkündigung muss aus Glaube gebeten und eigener Urteilskraft zählsorgelicher Erfahrung etc.
01:03:10: herkommen und darf nicht abgeschnitten sein davon.
01:03:14: Und dieses Glaubensleben das dann eigentlich eine Verkundigung lebendig macht die lässt sich nicht einfach überspringen.
01:03:22: ich glaube das ist so wie die Quintessenz.
01:03:24: aber wenn wir das wissen dann bin ich überzeugt davon wäre es anständig gegenüber unseren Mitmenschen wenn wir unsere Texte und das, was wir meinen verstanden zu haben auch mal kritisch spiegeln lassen von der KI.
01:03:40: Ja!
01:03:41: Das war unser... Ach da könnte man jetzt noch viel anhängen aber das war unser Gespräch zum Thema KI, KI-Companion und in welchem Verhältnis das eigentlich zudem steht?
01:03:52: Was wir auch Gebet nennen dann Wäre es das für heute gewesen, Stefan?
01:03:58: Hast du noch was Schönes vor?
01:04:00: Nein.
01:04:02: Ich werde jetzt ein bisschen meine Teamsitzung vorbereiten die nachher stattfindet und dir fest die Daumen drücken wird ein Probezeitgespräch.
01:04:11: Und wenn Manu zusammenpackt weil sein Probezeigespräch hat eigentlich jetzt begonnen und er wird schon ein bisschen zu spät kommen so nehme ich jetzt noch einen kleinen Deezer auf für Social Media.
01:04:22: Sehr schön.
01:04:23: Ihr lieben einen guten Rest der Woche und bis nächste Woche, tschüss!